OHA - 1994 - August

Link: seite01.pdf

Bei der Rinderkrankheit handelt es sich wahrscheinlich um eine Infektion durch Viren oder Eiweißverbindungen. Die Wissenschaftler forschen noch. Die Krankheitserreger sind von erkrankten Schafen, die nach der Schlachtung zu Tiermehl verarbeitet wurden, auf die Rinder übertragen worden. Durch dieses unnatürliche “Protein-Doping” wurden Kühe und Rinder mit tierischem Eiweiß gefüttert, obwohl sie eigentlich Pflanzenfresser sind. Aber seit 1985 schlägt die Natur zurück: Die Krankheitskeime der Schafe breiten sich auch bei den Rindern aus. Die Artengrenzen sind überschritten worden. Neuere Untersuchungen lassen vermuten, daß sich auch Kälber im Mutterleib anstecken können. Die Übertragung auf den Menschen über die Nahrungskette ist nicht gänzlich ausgeschlossen. Dazu das Bundesgesundheitsamt: “Es kann weiterhin zur Zeit nicht entschieden werden, ob der BSE- Erreger für den Menschen und damit der Verzehr von Rindfleisch eines BSE- infizierten Rindes gefährlich ist.” Die Seuche, die zu einer schwammartigen Aufweichung des Gehirns und immer zum Tod führt, hat bei fast allen Lebewesen unterschiedliche Namen. Generell gilt: Das größte Risiko geht von Produkten mit einer hohen Konzentration an Seuchen- Erregern aus, z.B. Gehirnmasse oder Nervengewebe, wenn diese von infizierten Rindern stammen. Je mehr Seuchenerreger unser Körper aufnimmt, desto größer ist das Ansteckungsrisiko. Die Gefährdung ist abhängig von der Erregermenge Erregermenge pro Gramm Gewebe Körperbestandteile und Stoffwechselprodukte Sehr groß bis zu 1.000.000.000 z.B. Gehirn, Nerven, Rückenmark 13. Jahrgang / Nr. 153 * August 1994 Bürgerversammlung mit Bürgerchef Luitpold Braun (Seite Importiert aus Großbritannien: Rinderwahnsinn Eine Gefahr auch für uns im Pfaffenwinkel? Die britische Rinderkrankheit BSE, im Volksmund als «Rinderwahnsinn» bekannt,stellt eine unkalkulierbare Gefahr für alle Verbraucher dar. Seit Ausbruch der Seuche im Jahre 1985 sind über 125.000 Tiere erkrankt. Aufgrund der unübersichtlichen Importe und mangelhaften Angaben auf Futtermittelsäcken bleibt den Käufern von Rindfleischprodukten Was diesmal drinsteht «Ding Ding Dong» — was ist das? Welche ungewöhnlichen Bräuche im Pfaffenwinkel herrschen, erfahren Sie wie schon in den letzten beiden Ausgaben von Jan Piefke, diesmal auf Seite vier. Reaktionen erwünscht! Was eine Begegnungsinsel ist und wem sie dort begegnen, erfahren Sie ebenso auf Seite vier Welche Art des Kriegsspiels im Oberammergauer Passionsspielhaus betrieben «Ich werde dem Stadtrat empfehlen, alle Ihre Anträge abzulehnen.»